Zielgruppe/Zugangsvoraussetzungen
Die Zusatzqualifizierung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit Trauernden konfrontiert werden oder in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld einen neuen Schwerpunkt entwickeln und Trauerbegleitung für Einzelne oder Gruppen anbieten wollen. In Trauersituationen eine angemessene Begleiterin oder ein angemessener Begleiter zu sein, stellt eine hohe Anforderung dar, die ein Höchstmaß an Sensibilität und Kraft bedarf und die voraussetzt, dass man sich intensiv mit Sterben, Tod und Verlusten auseinander gesetzt hat. Der Kurs ist darauf angelegt, die für die Begleitung Trauernder notwendigen Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln. Inhalte und Lernformen sind geeignet, sowohl persönliche Reifungsprozesse anzustoßen als auch einschlägiges Fachwissen zu vermitteln und die Anwendung zu trainieren. Dazu werden Erkenntnisse aus den Gebieten der Seelsorge, der Psychologie, Sozialarbeit, Pädagogik, des Bestattungswesens, der Pflege, der Medizin usw. integriert.
„Trauer erschließen“ ist keine Berufsausbildung. „Trauer erschließen“ ist vielmehr eine Zusatzqualifizierung, die auf die bereits entwickelten Kompetenzen und Fertigkeiten aufbaut und die beruflich vorhandene Befähigung für den Umgang mit Menschen in den spezifischen Betroffenheitssituationen weiter zu entwickeln hilft. Daneben zielt „Trauer erschließen“ auch auf eine Basisqualifizierung für ehrenamtlich tätige Menschen, die regelmäßig für begrenzte Zeit ihre (reflektierten und trainierten) Fähigkeiten zur Verfügung stellen, um trauernden Menschen beizustehen.
Mitarbeitende aus unterschiedlichen Berufskontexten, in denen Trauerbegleitung integriert ist oder integriert werden soll, z.B.
· Kranken- und Kinderkrankenschwestern und -pfleger
· Altenpflegerinnen und -pfleger
· Familienpflegerinnen
· Ärztinnen und Ärzte
· Sozialarbeiterinnen und -arbeiter
· Sozialpädagoginnen und -pädagogen
· Psychologinnen und Psychologen
· Theologinnen und Theologen
Freiwillige/Ehrenamtliche in der Trauerbegleitung in Arbeitsfeldern im Gesundheits- und Sozialwesen oder in Kirchengemeinden, in der Hospizarbeit u.ä..
Die Teilnahme an diesem Kurs schult und ermöglicht eine Erweiterung und Vertiefung der Kompetenzen, kann aber eine einschlägige Berufsausbildung nicht ersetzen.
Der Kurs ist nicht hilfreich für Menschen, die ihren Weg der Trauer erst seit kurzem gehen müssen oder diesen aus anderen Gründen noch nicht reflektieren konnten. Die Bearbeitung der eigenen Trauer ist eine gute und notwendige Vorbereitung zu diesem Kurs.